Sitemap

News

15.09.2011: Hybridbus im Praxistet der RSV

Bild vergrößern
 
In den nächsten zwei Wochen können die Fahrgäste des Reutlinger Stadtverkehrs selbst erfahren, wie sich umweltfreundliche Mobilität anfühlt.

Der Hybridbus aus Schweden mit Münchener Kennzeichen zeichnet sich durch bis zu 35 % weniger Kraftstoffverbrauch und 50 % weniger Emissionen gegenüber herkömmlichen Bussen aus. Der Antriebsstrang des Busses besitzt sowohl einen Diesel-, als auch einen Elektromotor. Diese "Parallelhybrid-Konfiguration" optimiert den Einsatz der Antriebe. Sie können unabhängig voneinander oder zusammen genutzt werden. Durch eine Start-Stopp-Funktion kann der Dieselmotor je nach Batterieladestand an Bushaltestellen und Ampeln abgestellt werden.

Ungewohnt für Fahrer und Fahrgäste ist das nahezu geräuscharme Anfahren aus dem Stand, da anfangs nur der Elektromotor antreibt. Etwa bei 20 km/h wird der Dieselmotor hinzugeschaltet.

Zur effizienten Energieaussnutzung trägt die Rekuperation der Bremsenergie, der Einsatz eines kleineren Dieselmotors, die Start-Stopp-Automatik, das automatische Getriebe sowie der elektrische Betrieb der Nebenaggregate wie Lenkung, Kompressor, Kühlung bei.

Mark Hogenmüller, Technischer Geschäftsführer der RSV sieht den Praxistest im topographisch anspruchsvollen Verkehrsgebiet zwischen Achalm und Neckar als Prüfstein für den modernen Hybridbus. "Ein Stadtbus muss attraktiv, zuverlässig und umweltfreundlich sein" so Hogenmüller. Ob das Vorführfahrzeug diese Anforderungen erfüllen kann wird in den nächsten zwei Wochen getestet. Ob sich der Hybridbus auch betriebswirtschaftlich rechnet ist durch die derzeit noch höheren Anschaffungskosten zumindest fraglich. Ohne zusätzliche finanzielle Förderung wie in anderen Bundesländern wird es die umweltfreundliche und innovative Technik schwer haben sich gegen die etablierten Antriebskonzepte durchzusetzen.




weitere News 2011