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19.09.2006: Erstmaliger Ausbildungsgang zum Berufskraftfahrer bei der RSV

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Bei der Reutlinger Stadtverkehrsgesellschaft mbH Hogenmüller
& Kull Co. KG (RSV) wird seit dem 01. September 2006 ein Auszubildender zum Berufskraftfahrer ausgebildet. Das Besondere an dieser Ausbildung ist, dass bereits mit 18 Jahren der Busführerschein erworben werden kann.

Busfahren ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die von gut aus-gebildeten Personen ausgeführt werden soll. Eine gute Qualifizierung ist die beste Voraussetzung, um die Anforderungen an diesen Beruf und die Tätigkeiten zu erfüllen.

Personalleiter Eberhard Geiger bringt es auf den Punkt: "Gute Omnibusfahrer sind nur schwer am Arbeitsmarkt zu bekommen
- eine Ausbildung im eigenen Betrieb macht deshalb wirklich Sinn". Und so soll der Busfahrer ausschauen: Freundlich und zuvorkommend im Umgang mit Fahrgästen, verantwortungsbewusst und souverän beim Beherrschen des Fahrzeugs. Christian Böhnisch, der erste Auszubildende zum Berufskraftfahrer bei der RSV, wird auf diese Anforderungen vorbereitet. Dass er als 18-Jähriger den Führerschein für Personenbeförderung machen darf, verdankt er Ände-rungen der gesetzlichen Vorschriften.

Bei der RSV sind rund 80 Omnibusfahrer beschäftigt, etwa zwei Drittel davon sind über 45 Jahre alt. Rechtzeitig muss deshalb darauf eingewirkt werden, dass stets das erforderliche Personal zur Verfügung steht. Der Personalmangel in der Branche ist spürbar und wird in den nächsten Jahren noch drastisch verschärft. Eine gute und bessere Ausbildung soll die Attraktivität des Berufes steigern. Vor Kurzem ist das Gesetz zur Einführung einer Grundqualifikation und Weiterbildung der Fahrer im Güter-, Kraft- und Personenverkehr in Kraft getreten. Es beinhaltet unter anderem, dass Personen bereits mit 18 Jahren den Führerschein erwerben können. Durch diese Umsetzung einer EU-Richtlinie wurde auch die Berufsausbildungsverordnung für Berufskraftfahrer entsprechend angepasst.

Der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer e. V. (wbo) hat sich für diese Ausbildungsform starkgemacht und seit
01. August 2001 ein Modellprojekt initiiert, wonach Jugendliche eine Berufskraftfahrerausbildung absolvieren konnten und bereits mit 18 Jahren den Führerschein machen konnten. Dieses Modell-projekt wurde wissenschaftlich begleitet und ist sehr positiv beurteilt worden.

Die RSV geht mit der eigenen Ausbildung für Berufskraftfahrer neue Wege und ist überzeugt, dass das Ziel gute Omnibusfahrer damit zu erhalten, erreicht wird. Die theoretischen Inhalte der Ausbildung vermittelt eine Berufsschule in Ehingen/Donau im Blockunterricht. Den praktischen Teil erlernt der Auszubildende im Betrieb. Der Führerschein der Klasse D wird, ebenfalls im Rahmen einer Blockausbildung, bei einer Fahrschule erworben.

Die Ausbildung zum Berufskraftfahrer im Betrieb erfolgt in den Bereichen Fahrdienst, Fahr- und Dienstplanung, Werkstatt und Verwaltung. Dabei werden die Grundelemente zum sicherheitsrelevanten Fahrverhalten, die Anwendung und Einhaltung von Vorschriften, das Beherrschen der technischen Standards, der Umgang mit Fahrgästen und informationstechnische Komponenten sowie verwaltungsspezifische Gegebenheiten vermittelt. Ein detaillierter Aus-bildungsplan stellt einen roten Faden für den Ausbildungsverlauf dar.

Die RSV begrüßt die Entscheidung, dass das Mindestalter auf 18 Jahre beim Erwerb des Busführerscheins heruntergesetzt wurde. Durch eine gut strukturierte Berufskraftfahrerausbildung werden
die zu vermittelnden Qualifikationen auch adäquat umrahmt.
Erste Ergebnisse des bundesweit einzigartigen Modellversuchs in Baden-Württemberg zeigen deutlich, dass bereits junge Erwachsene im Alter von 18 Jahren in der Lage sind, Fahrgäste sicher, umsichtig und verantwortungsbewusst zu befördern.

Mark Hogenmüller, Technischer Geschäftsführer der RSV, betont
in diesem Zusammenhang: "Ihrer Verantwortung ist sich die RSV bewusst und legt auf eine grundsolide Ausbildung besonderen Wert. Die verantwortlichen Mitarbeiter in den Bereichen Fahrdienst, Werkstatt, Fahr- und Dienstplanung und Verwaltung sind auf diese verantwortliche Ausbilderfunktion gut vorbereitet und werden ihren Beitrag leisten, dass diese Berufsausbildung ein voller Erfolg wird."



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