Einsatz von Klimaanlagen in den Bussen der RSV

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Generell ist der Einsatz von Klimaanlagen in Stadtbussen problematisch. Selbst wenn das Gebläse von Klimaanlagen in Bussen auf Hochtouren läuft, ist der Kühleffekt im Fahrgastraum mit dem in Reisebussen oder PKW nicht zu vergleichen. Die Erklärung hierfür lautet: Mit jedem Stopp an einer Haltestelle, das heißt alle 250 bis 300 Meter, steigen nicht nur neue „aufgeheizte“ Mitfahrer ein, sondern gleichzeitig strömt heiße Luft von draußen ins Innere des Busses. Gegen diese aufgeheizte Luft von draußen kann eine Klimaanlage wenig ausrichten.

Ca. 70 Prozent der RSV-Flotte sind hauptsächlich mit elektrisch angetriebenen Lüftungsanlagen ausgerüstet. Die Kühlung des Fahrgastraumes erfolgt bei diesen Modellen mit Hilfe einer Kombination aus Kühlen und Luftbewegung.
Die Lüftungsanlage bringt 50 Prozent der Kühlleistung einer herkömmlichen Klimaanlage. Im Vergleich dazu zeichnet sich die elektrische Lüftungsanlage allerdings durch einen geringeren Energieeinsatz, keinen wahrnehmbaren Mehrverbrauch und geringe Wartungs- und Investitionskosten aus. Diese Art von Kühlungsanlagen hat gegenüber vollklimatisierten Geräten den Vorteil, dass sie umweltschonender laufen. Ein Beispiel verdeutlicht die schlechte Klimabilanz einer Klimaanlage. Pro 100 Kilometer benötigt jeder einzelne unserer Busse 6 bis 8 Liter mehr Dieselkraftstoff, wenn die Klimaanlage mit Volllast läuft. Auf unseren gesamten Fuhrpark hochgerechnet sind das 200.000 Liter pro Jahr. Deren Verbrennung verursacht immerhin 500 Tonnen CO2. Dieser zusätzliche Verbrauch an Kraftstoff schadet der Umwelt, erhöht die Mehrkosten für die Wartung einer Klimaanlage und steht aufgrund der nachgewiesenen fehlenden Kühlleistung im Linienverkehr in einem nicht sinnvollen Verhältnis zum vermeintlichen Komfortgewinn.

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