Über uns

100 Busse sorgen auf den Strecken der Reutlinger Stadtverkehrsgesellschaft für Pünktlichkeit – jeden Tag. Um dies zu gewährleisten, sind 130 Mitarbeiter im Einsatz.

Das Verkehrsgebiet umfasst eine Fläche von 170 Quadratkilometern mit 150.000 Einwohnern.

An jedem Werktag nutzen nahezu 60.000 Menschen eine oder mehrere der RSV-Linien. Sie fahren mit der RSV zur Arbeit, zur Schule, zum Einkauf oder nutzen sie in ihrer Freizeit.

Als Mitglied der Verkehrsverbundes Neckar-Alb-Donau (naldo) legen die Busse der RSV dabei jährlich rund 4,5 Millionen Kilometer zurück. Für die Sicherheit und den Komfort unserer Fahrgäste setzen wir moderne Technik bei Fahrzeugen und Leitsystemen ein.

Schnellbus eXpresso

Unser Schnellbus „Expresso” verbindet Pfullingen, Reutlingen und weitere Gemeinden direkt mit dem Flughafen Stuttgart sowie der Landesmesse. Auch der Bahnhof Bernhausen, wo der Anschluss zur S-Bahnlinie S2 nach Stuttgart besteht, wird vom eXpresso angefahren.
Die Schnellbuslinie Expresso von Pfullingen zum Stuttgarter Flughafen und zur Messe ist nicht nur für Fluggäste interessant. Der Fahrplan ist auf die Anschlüsse von Bussen und Bahnen in Bernhausen und am Flughafen abgestimmt und bietet so Pendlern, Berufstätigen im Filderraum und Studenten in Stuttgart eine günstige Alternative.

Seit 30. März 2017 fährt der eXpresso als Regiobus morgens noch früher und abends länger. Die erste Ankunft am Flughafen ist von Montag bis Freitag bereits kurz nach 5 Uhr, die letzte Abfahrt zurück nach Reutlingen gegen Mitternacht. Außerdem entfallen die bisherigen Zuschläge auf die Tickets. Neu ist kostenloses WLAN an Bord - da vergeht die Zeit wie im Flug.

Weitere Informationen sowie den aktuellen Fahrplan finden Sie hier.

> eXpresso Fahrplan

Verkehrsmittelwerbung

Bringen Sie Ihre Werbung in Fahrt. Wir sind ein mittelständisches Verkehrsunternehmen mit rund 170 Mitarbeitern und verantwortlich für den öffentlichen Nahverkehr in Reutlingen. Wir sind das größte Verkehrsunternehmen zwischen Achalm und Schönbuch. Dort eröffnet sich Ihnen ein Werbekunden-Potenzial von über 150.000 Einwohnern.

Sie können den Bus ganz nach Ihrem Design gestalten. Die gesamten Karosserieflächen links und rechts, sowie im Heckbereich auch die Scheiben stehen für eine Gestaltung zur Verfügung. Außer als repräsentativer Blickfang in unserem Verkehrsgebiet, bietet es sich geradezu an, einen solchen Bus für spezielle Einsätze zu nutzen.

Denkbar ist ein Einsatz bei Hausmessen, Informationsveranstaltungen, Mitarbeitertransfers etc. Wir sind für viele neue Ideen offen. Der Mietpreis für die Fläche eines Gelenkbusses liegt bei 820 EUR im Monat, die etwas kleinere Variante Standardbus liegt bei 610 EUR im Monat. Die Flächen eines Midibusses sind für 300 EUR/Monat zu haben

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit. Für Fragen, melden Sie sich bitte bei Herrn Bernd Kugel, E-Mail: bernd.kugel(at)reutlinger-stadtverkehr.de

Historie

Aus zwei Zweigen heraus hat sich der öffentliche Personennahverkehr in Reutlingen entwickelt. Einen Zweig stellt die elektrische Straßenbahn dar, die aus der im Jahr 1899 in Betrieb genommenen Lokalbahn zwischen Eningen und Reutlingen hervorgegangen ist. Im Jahr 1912 wurde die elektrische Straßenbahn zwischen Eningen und Betzingen in Betrieb genommen. Im Jahr 1916 kam der Ausbau über den Südbahnhof nach Pfullingen hinzu. 1928 wurde die Linie Reutlingen-Altenburg in Betrieb genommen. Deren Betriebsführung wurde ab 1931 vom Elektrizitätswerk Reutlingen übernommen. 1944 übernahm die Stadt auch die Straßenbahnlinie im Südraum von der Württembergischen Eisenbahngesellschaft, so dass ab diesem Zeitpunkt der Nahverkehr in Reutlingen, einschließlich der Nachbargemeinden, von der Stadt betrieben wurde.


Während die Straßenbahn auf den Nord-Süd-Verkehr ausgerichtet war, entwickelte sich die Stadt bei ihrer Bautätigkeit nach dem Krieg in Ost-West-Richtung. Die Erschließung dieser neuen Baugebiete durch neue Straßenbahnlinien kam wegen der hohen Kosten nicht in Frage. Es blieb nur die Möglichkeit, diese Gebiete in einem Omnibus- Zubringerverkehr an das Straßenbahnnetz anzuschließen. Diesen Omnibusverkehr richtete die Stadt nicht selbst ein, sondern sie begann eine Kooperation mit der Firma Hogenmüller & Kull, die sich aus der im Jahr 1927 von Herrn Josef Hogenmüller gegründeten Firma herausentwickelt hat. Neben dem Gelegenheitsverkehr führte diese Firma den Berufsverkehr nach Sickenhausen und Degerschlacht durch. Im Jahr 1949 kam der Berufsverkehr nach Sondelfingen und Ohmenhausen hinzu.

Die erste Stadtomnibuslinie wurde am 1. April 1952 vom äußeren Ringelbachgebiet über das Krankenhaus zum Karlsplatz und weiter bis zur Behringstraße in Betrieb genommen. 1954 wurde diese Linie auf die Burgholzsiedlung ausgedehnt. 1957 kam die Bedienung des Neubaugebietes „Voller Brunnen“ hinzu. 1961 wurde die Wildermuthsiedlung an das Stadtomnibusnetz angeschlossen. Wegen der hohen Bebauungsdichte bot sich für die Gartenstadt Orschel-Hagen der Anschluß an das Straßenbahnliniennetz an. Der Abzweig von der Linie Reutlingen-Altenburg aus wurde im Jahr 1964 in Betrieb genommen. Es wurde aber immer deutlicher, dass für weitere Baugebiete nur eine Bedienung mit Omnibussen in Frage kommen kann.


Um das für Reutlingen wirtschaftlichste und zweckmäßigste Nahverkehrssystem zu entwickeln, wurde ein Nahverkehrsgutachten in Auftrag gegeben, das von Professor Lambert im Jahr 1965 erstattet wurde. Dieses Gutachten kam zu dem Ergebnis, dass ein Parallelbetrieb von Straßenbahn und Omnibus bei der Größe der Stadt unwirtschaftlich ist und dass sich der Omnibus als beweglicheres und insgesamt gesehen wirtschaftlicheres Nahverkehrsmittel anbietet. Dies führte dazu, dass als erster Zweig der Straßenbahn die Linie nach Betzingen am 1. Januar 1968 eingestellt wurde und dafür im Durchmesserverkehr Omnibusse von Betzingen zur Siedlung Efeu verkehrten.

Von der Kapitalausstattung her war die Privatfirma Hogenmüller & Kull nicht in der Lage, den anstelle der Straßenbahn aufzubauenden Omnibusbetrieb zu tragen. Andererseits sollte diese Firma, deren Betriebsform sich bewährt hatte, erhalten bleiben.

So kam es zur Gründung einer gemischtwirtschaftlichen Gesellschaft zwischen der Stadt und der Firma Hogenmüller & Kull, die am 1. Oktober 1969 unter der Firma RSV Reutlinger Stadtverkehrsgesellschaft mbH Hogenmüller & Kull Co. KG den Betrieb aufnahm. Die Stadtwerke halten zusammen mit den Anliegergemeinden der früheren Straßenbahn (Stadt Pfullingen, Gemeinde Eningen, Gemeinde Pliezhausen) ein Drittel des Gesellschaftskapitals, während die Familien Hogenmüller und Kull je mit einem Drittel Kapital als Kommanditisten an diesem Unternehmen beteiligt sind. Die vollständige Umstellung auf Busbetrieb wurde dann am 20. Oktober 1974 vollzogen.


Der ÖPNV in Reutlingen wurde über die Jahre Schritt für Schritt verbessert. Zahlreiche Einzelmaßnahmen von der Linienverlängerung über die Ausstattung mit elektronischen Fahrscheindruckern bis hin zur Ausstattung mit moderner Software für Fahr- und Dienstplanung sind nur wenige Beispiele für diese Entwicklung. Die wichtigsten Meilensteine seit dem Jahr 1980 sind:

1989: Neue Linie 10 in Industriegebiet Mark West
1990: Start der Busbeschleunigung
1992: Einführung elektronischer Fahrscheindrucker
1994: Einweihung des neuen zentralen Omnibusbahnhofes „Haltestelle Stadtmitte”
1997: Bau der Busspuren Emil-Adolff-Straße/Rommelsbacher Straße/Alteburgstraße
1998: Einführung eines Rechnergesteuerten Betriebsleitsystem (RBL)
2000: Einführung der Ostadtlinie (Linie 11) – Einführung der Nachtbuslinien „nightline”
2002: Start des Verkehrsverbundes Neckar-Alb-Donau (naldo) mit neuen Fahrscheindruckern, Fahrscheinautomaten, Tarifsystem und neuer Währung (EURO)
2003: Neue Schnellbuslinie „expresso” zum Flughafen Stuttgart
2004: Zulassung des ersten Personenanhängerzuges in Baden Württemberg
2006: Erstmalige Ausbildung Jugendlicher zum Berufskraftfahrer
2008: Klimaneutral mobil mit Blauem Engel und Aufforstung
2009: 40 Jahre RSV, Deutschlands Super Azubi von der RSV, 2. Platz Innovationspreis ÖPNV des Landes Baden-Württemberg
2010: 1. Platz Innovationspreis ÖPNV des Landes Baden-Württemberg
2011: "Busweltmeisterschaft" IRU Bus Excellence Award
2012: Erster Test eines Elektrobusses
2013: Kauf des ersten Hybridbusses
2014: RSV auf der Messe I-Mobility
2017: Einführung +k@rte und App ÖPNV-live
2019: Alles wird busser. Start des neuen Stadtbusnetzes 9. September